Seminare mit PädagogInnen

Zentraler Moment unserer Tätigkeit ist die Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern: Sie sind Spezialisten ihres Faches (Deutsch/Germanistik, Bildnerische Erziehung, Mathematik, Physik), bringen oftmals eine langjährige Erfahrungen im Bereich Schulspiel mit und verfolgen dasselbe Ziel: Kreativität im Unterricht verankern. Demnach betrachten wir es als unsere Aufgabe, engagierte Lehrkräfte bei gemeinsamen Arbeitssitzungen und Aufführungsbesuchen erstens untereinander, zweitens mit Theaterinstitutionen und Universitäten zu vernetzen. Unsere Seminare geben einen Überblick über die Theaterlandschaft, führen an Arbeitstechniken (z.B. klassische Dramenanalyse) heran und stärken das eigene Selbstverständnis als SpielleiterIn.

Leitung/ Moderation: Katharina Kolar und Frank Röpke


SEMINARE/ PORTFOLIO

1) „Was ist eigentlich Theater?“ – Damals und heute: Wissen, was läuft!

  • Kurzüberblick über die Epochen: Von der Antike bis heute
  • Grundverständnis: Entwicklung des Theaters im deutschsprachigen Raum seit 1945
  • Jelinek, Schlingensief, Rimini Protokoll & Co.: Moderne Dramen und Theaterformen
  • Who is who: Angesagte Regisseure, Bühnenbildner und Schauspieler von heute
  • Bilder sammeln: Regelmäßige Theaterbesuche und Aufführungsanalysen

2) „Was will ich?“ – Von der Projektidee zur Projektinitiierung

  • Anlässe entdecken: Im Lehrplan Stoffe für das Theater finden und entwickeln
  • Theater als Methode: z.B. im Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht
  • Gäste einladen: Möglichkeiten für den Unterricht im Bereich Lyrik und Prosa
  • Organisation: Projektplanung, -kalkulation, -finanzierung

3) „Was mach´ ich?“ – Von der konzeptionellen Planung zur Teamarbeit

  • Inhaltliche Projektplanung: Auf Basis einer klassischen Dramenanalyse
  • Konzeption: Figurenentwicklung, Einsatz von Sprache und Bewegung, Bühne, Kostüme
  • Teamfindung/ Aufbau eines eigenes Netzwerks: Welche Fachleute brauche ich?

4) „Wer bin ich?“ – Vom Lehrer zum Spielleiter

  • Selbstverständnis: Warum mache ich Theater? Was interessiert mich auf der Bühne?
  • Reflektion: Was macht mich zum politischen/ poetischen Mensch? Was ist Ästhetik?
  • Rollenwechsel: Den Schülern nicht als Lehrer, sondern als Spielleiter begegnen
  • Rollenzirkus: Unterschiedliche Spielleiterhaltungen ausprobieren
  • Kreative Pädagogik: Kreativität in die Vermittlung bringen
  • „Ball abspielen“: Den Fachleuten den Vortritt lassen

5) „Wie stell ich´s an?“ – Von der einzelnen Szene zum fertigen Stück

  • Erkunden: Orte im Schulhaus entdecken, erkunden und bespielen
  • Basistraining mit den SchülerInnen: Ensemblebildung und Chorisches Arbeiten
  • Sammeln von szenischem Material: Arbeitsansätze nach Dorothea Hilligers „Inselprinzip“
  • Stückentwicklung: Prozesse des Szenischen Schreibens anleiten
  • Bühnenexperimente: Erkunden der Mittel des Theaters
  • Präsentation: Stückmontage und Abschlussproben


VERTIEFUNG: DIREKT BEI DEN PROFIS NACHFRAGEN

Bezüglich der Aneignung konkreter handwerklicher Fertigkeiten, z.B. in den Bereichen Schauspiel, Maskenspiel, Schattentheater, Tanz und Bühnen-/Kostümbild, vermitteln wir an die jeweiligen Fachleute aus unserem Netzwerk. Darüber hinaus empfehlen wir den Besuch von ausgewählten Vorlesungen an staatlichen Hochschulen/ Universitäten.

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