Lehrlingstheater

Der Auszubildende verbringt seine Lehrjahre zwischen theoretischem Pauken in der Berufsschule, praktischer Tätigkeit im Unternehmen und privaten Emotionen im familiären Umfeld. Er ist Rollenträger und vereinigt unzählige Figuren in seiner Persönlichkeit, einige sind ihm symphatisch, andere weniger. In diesem Sinne sucht er nach Arrangements mit der Unternehmenskultur, um eine berufliche Perspektive zu entwickeln.

Um diese Anforderungen sowie die eigene Position im Unternehmen und damit in der Gesamtwirtschaft, also den eigenen Standpunkt in der Welt, zu reflektieren, nutzen wir die Mittel des Theaters: In Rollenspielen begeben wir uns auf die Fährte nach Anekdoten im Alltag, reflektieren dabei eigene Ansichten, Meinungen, Konflikt- und Reibungspunkte, decken Missverständnisse auf und skizzieren das eigene Rollenträgerprofil sowie dessen Handlungsspielräume. Und da Theater ohne abschließende Präsentation kein richtiges Theater wäre, entscheiden wir in den letzten Arbeitstreffen gemeinsam, welches Szenenmaterial wir unserem Publikum zeigen möchten. Auf diese Weise erhalten Vorgesetzte, PädagogInnen, Trainer, KollegInnen, Eltern, FreundInnen und Bekannte einen Einblick in die Lebenswelten der Auszubildenden.

Projekt „AutohausAzubiAlltag – eine Werkstatt“ (2010)
Konzept und Durchführung: Katharina Kolar in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt THINK am Institut für Theaterpädagogik der Fachhochschule Osnabrück, Standort Lingen/ Ems (D) und ortsansässigen Unternehmen.

„Keine Zeit“, Hör-Szene vom 07. April


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