Forschungsfelder

Angetrieben durch unsere Zusammenarbeit mit Theaterinstitutionen liegt der Schwerpunkt unserer Studien am Institut für Theaterpädagogik in Lingen/ Ems und am Institut für Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (HfMT) auf der Auseinandersetzung mit Historie und Gegenwart des Faches Theaterpädagogik, dessen Verbandsstrukturen und -politik sowie mit dem Anforderungsprofil an den Beruf.

 

Grundsätzlich gehen wir davon aus…
  • …dass „die Theaterpädagogik keine lineare Geschichte aufweist. Es gibt keinen einzigen ´wahren´ Ursprung der Theaterpädagogik. Die Geschichte des Fachs ist vielmehr eine von Versuchen, Ansätzen, Brüchen und Verwerfungen an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten. Die Spuren der Theaterpädagogik finden sich in zahlreichen, sich teilweise widersprechenden Quellen, heterogenen Ursprüngen und verstreuten Fundstücken.“ (Zitat: Deutsches Archiv für Theaterpädagogik, Lingen/Ems)
  • …dass der/die TheaterpädagogIn in seinen/ihren Theaterclubs mit Jugendlichen kreative Prozesse anleitet, also an ein künstlerisches Arbeiten heranführt, und deshalb auch künstlerisches Personal aus den Bereichen Regie, Dramaturgie, Schauspiel, Musik, Tanz, etc. in die Spielleitung einbinden muss.
  • …dass nicht nur diese Einbindung von künstlerischem Personal in die theaterpädagogische Arbeit eine persönlich-berufliche sowie eine Weiterentwicklung des Fachbereichs bedeutet – auch im Ökonomiemotiv der aktuellen Kulturpolitik und im damit verbunden Bereich des Audience Development verbirgt sich die Chance auf beruflich-persönliche sowie Weiterentwicklung des Fachbereichs.
  • …dass das Berufsbild des Theaterpädagogen kein fixes ist, sondern ein sich stetig veränderndes und entwickelndes, weil es stetig mit anderen (u.a. den hier aufgeführten) Fachbereichen kooperiert.

PROJEKTBEZOGENE ARBEITEN

  • „Online-Findbücher“. Ein Projekt des Deutschen Archivs für Theaterpädagogik. Leitung: Bernd Oevermann. Mitarbeit: Katharina Kolar.
  • Moderner Lehrling oder Auszubildender: Anforderungen zwischen Schul- und Werkbank. Ein Gesellenstück. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt THINK am Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück, Campus Lingen/ ems (D) und ortsansässigen Unternehmen. Leitung: Katharina Kolar. [Infos]
  • Ausstellung „Fundorte. Fundstücke. Die Sammlungen des Deutschen Archivs für Theaterpädagogik“, 12. bis 31. Januar 2010, Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe in Lingen/ Ems. Leitung: Prof. Dr. Marianne Streisand. Mitarbeit: Bernd Oevermann und Katharina Kolar.

SCHRIFTLICHE ARBEITEN (alphabetisch geordnet)

  • Anforderungen an eine öffentliche Kultureinrichtung vor dem Hintergrund der Umsetzung des Neuen Steuerungsmodells Oder: Überlegungen, inwiefern das Neue Steuerungsmodell an Deutschlands Staats- und Stadttheatern bereits zur Anwendung kommt bzw. welche Komponenten noch zur Anwendung kommen könnten.
  • Aspekte der Methodik theatralen Lernens in Oskar Schlemmers Bühnenelementarerkundungen am Beispiel „Spiel mit Bühnenelementen“
  • „Atmosphäre“ Überlegungen zur möglichen Nutzbarkeit eines Kapitels aus Michail A. Čechovs Schauspieltheorie in theaterpädagogischen Arbeitsprozessen
  • Die Sammlungen des DATP vorgestellt von Katharina Kolar in Zusammenarbeit mit Bernd Oevermann Beitrag für die Zeitschrift für Theaterpädagogik/ Korrespondenzen, Heft 57, Oktober 2010, Seite 9-20
  • Drei Jahre Deutsches Archiv für Theaterpädagogik – Eine Zwischenbilanz Beitrag für die Zeitschrift für Theaterpädagogik/ Korrespondenzen, Heft 57, Oktober 2010, Seite 6-7
  • Entwicklung eines Modells für theaterpädagogische Vermittlungsprogramme an Stadt-, Staats- und Bundestheatern auf Basis einer Analyse der Vermittlungsangeboten an 34 institutionellen Theatern
  • Frohe Botschaft aus Österreich Beitrag für die Zeitschrift für Theaterpädagogik/ Korrespondenzen, Heft 55, Juni 2009, Seite 62-64: Mit jugendFREI bieten die Wiener Festwochen – als eine der ersten großen Theaterinstitutionen in Wien – seit Frühjahr 2009 ein theaterpädagogisches Vermittlungsprogramm an, das junge Menschen für das Theater begeistern will
  • Gestaltungsprinzip „Rhythmisierung von Stimme, Sprache und Bewegung“ in der Figurengestaltung inspiriert von Aristophanes´ „Die Vögel“
  • Herausforderung für Kulturbetriebe: Kommunikation im Internet Über das Userverhalten im Web 2.0, wie Werbestrategen davon profitieren (wollen) und was „eine gute Schaubühne (online) eigentlich wirken“ könnte
  • Jelinek über alle Sinne entdecken. Ein Schulprojekt mit den Wiener Festwochen Beitrag für ide – informationen zur deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule, ide 4/2011: Österreichische Gegenwartsliteratur. 2000-2010, Seite 96-100: Über das Schaffen sinnlicher Zugänge in der Vermittlungsarbeit – am Beispiel von Elfriede Jelineks Stück Rechnitz (Der Würgeengel) in der Inszenierung von Jossi Wieler an den Münchner Kammerspielen, das im Rahmen der Wiener Festwochen 2010 gezeigt wurde [Inhaltsverzeichnis der ide 4/2011]
  • Kulturhauptstadt durch Kulturvermittlung Über das Partizipations-Konzept für die Bevölkerung der Kulturhauptstadt 2010 „Essen für das Ruhrgebiet“
  • Lehrlingstheater Beitrag für Lektionen 5. Theaterpädagogik. Ein Handbuch für angehende und professionelle Theaterpädagogen. Hrsg. von Christoph Nix, Dietmar Sachser und Marianne Streisand (2012). Berlin: Verlag Theater der Zeit, S. 210-215
  • Status Quo und Perspektive der aktuellen kulturpolitischen Verbandsarbeit in den Bereichen „Theater“ und „Kulturelle Bildung“ aus Sicht des Fachbereichs Theaterpädagogik Auseinandersetzung mit Positionen und Tätigkeiten der Sektionen II und VIII im Deutschen Kulturrat
  • Thesen zur Situation der Theaterpädagogik in Österreich Beitrag für die Zeitschrift für Theaterpädagogik/ Korrespondenzen, April 2008: Thesen zur Fach- und Förderungssituation der Theaterpädagogik in Österreich
  • ÜberSetzen – in eine FremdSprache Eine Sammlung arbeitsmethodischer Ansätze zum Tätigkeitsfeld „Theater im Französischunterricht“ – hervorgegangen aus der Reflexion durchgeführter Unterrichtseinheiten im WPK Französisch der 8. Schulstufe an der Gesamtschule Emsland
  • Verjüngungskur für das Pubklikum Die Dienstleistung Theaterpädagogik im Marketing-Mix an deutschsprachigen Theaterinstitutionen. Überlegungen rund um die Produkt-Einführungsphase der Programmschiene jugendFREI bei den Wiener Festwochen.
  • Willkommen im Deutschen Archiv für Theaterpädagogik! Beitrag für die Zeitschrift für Theaterpädagogik/ Korrespondenzen, Heft 55, Juni 2009, Seite 71-73: Am 1.9. feiert das als Zentrales Archiv für Theaterpädagogik gegründete (jetzt) Deutsche Archiv für Theaterpädagogik (DATP) sein zweijähriges Bestehen. Zeit also eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen und fest zu stellen, dass mit den ersten Nutzern erste Schritte in Richtung des erhofften „Forschungszentrums“ erfolgten.